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Aufgaben im Wandel der Zeit

Nach der Gründung 1831
Die Aufgabenbereiche des Königlichen Staatsministeriums des Innern war weit gespannt und umfassten:
• die Grenz- und Hoheitssachen,
• die Land- und Kreistagsangelegenheiten,
• die Kommunalaufsicht
• und die Polizeiangelegenheiten.
Die Polizeiangelegenheiten erstreckten sich damals nicht nur auf die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung, sondern erfassten auch Bereiche wie beispielsweise die Medizinalverwaltung, die Armenversorgung und die Aufsicht über mildtätige Stiftungen. Dazu kam u.a. die Beaufsichtigung der Wirtschaft, die Brandversicherungsangelegenheiten, die Kommunalgarden, die Straf- und Krankenversorgungsanstalten, die Angelegenheiten der jüdischen Bevölkerung sowie die Aufsicht über die Dresdner königlichen Sammlungen für Kunst und Wissenschaften. Die weitere Entwicklung des Königlichen Staatsministeriums des Innern war einerseits von der rasanten industriellen Entwicklung Sachsens, andererseits vom Ausbau des Wohlfahrts- und Verwaltungsstaates geprägt.
Im Verlauf des 19. Jahrhunderts kam als neuer Geschäftsbereich z.B. die Aufsicht über das Verkehrswesen hinzu, die den stark wachsenden Eisenbahnverkehr, aber auch die Schifffahrt, den Kraftverkehr und das Fernsprechwesen betraf.
Nach dem Ersten Weltkrieg
Nun wurden größere Geschäftsbereiche aus der Kompetenz des Innenministeriums herausgelöst und neuen Ministerien bzw. Behörden unterstellt. Die Aufsicht über Industrie, Handel, Gewerbe und Landwirtschaft sowie über die Lebensmittel ging 1919 auf das neugebildete Wirtschaftsministerium über. Das Innenministerium gab zudem Kompetenzen an das zur gleichen Zeit entstandene Arbeitsministerium ab. Anfang der zwanziger Jahre erhielten zudem die Landespolizei- bzw. die Staatspolizeiverwaltungen eine vom Innenministerium weitgehend unabhängige Stellung.

Nach 1933
Durch die Gesetze über die Gleichschaltung der Länder mit dem Reich wurden die Landesregierungen faktisch beseitigt, während die von Hitler eingesetzten Reichsstatthalter die Macht in ihren Händen konzentrierten. 1933 musste das Innenministerium wichtige politische Angelegenheiten der Staatskanzlei und vor allem dem Reichsstatthalter Martin Mutschmann (»Führer der sächsischen Landesregierung«) übertragen. Mutschmann unterstand der Dienstaufsicht des Reichsministers des Innern, Karl Fritsch. Im Zuge der weiteren Gleichschaltung wurde das Innenministerium am 23. Juli 1943 als Abteilung I-III in die Staatskanzlei eingegliedert.

Nach 1945
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Sachsen in die sowjetische Besatzungszone (SBZ) einbezogen. Am 20. Oktober 1946 wurde unter Einfluss der sowjetischen Besatzungsmacht der Sächsische Landtag gewählt und am 11. Dezember 1946 eine Landesregierung gebildet, die auch über ein Innenministerium verfügte. Vor allem mit der Konstituierung der Regierung der DDR 1949 erfolgte jedoch eine erneute Zentralisierung. Die sächsische Landesregierung musste wie die übrigen Länderregierungen der SBZ Kompetenzen abtreten. Mit dem »Gesetz über die weitere Demokratisierung des Aufbaus und der Arbeitsweise der staatlichen Organe in den Ländern der DDR« vom 23. Juli 1952 beschloss die Volkskammer der DDR die Auflösung des Sächsischen Landtages. Damit existierte das Land Sachsen, seit 1000 Jahren historisch gewachsen, als politische Einheit nicht mehr. Stattdessen wurden die Bezirke Dresden, Leipzig und Chemnitz (seit 1953 Karl-Marx-Stadt) eingerichtet. Die Innenministerien der Länder – und damit auch das Sächsische Innenministerium – wurden 1952 aufgelöst. Die Abteilungen für Innere Angelegenheiten der Räte der Bezirke wurden die Nachfolgeeinrichtungen der Innenministerien.

Seit 1990
Die politische Wende von 1989 brachte auch eine Änderung der Regierungsform mit sich. Das Land Sachsen wurde am 3. Oktober 1990 auf der Albrechtsburg Meißen neu begründet. Am 14. Oktober 1990 fand erstmals nach über 40 Jahren wieder eine Landtagswahl statt, in deren Anschluss sich der Sächsische Landtag neu konstituierte. Es wurden wieder Fachministerien, darunter auch das Sächsische Staatsministerium des Innern, eingerichtet. Dr. Rudolf Krause wurde der erste sächsische Staatsminister des Innern nach der Wende. Ihm folgten im Amt Heinz Eggert, Klaus Hardraht, Horst Rasch, Dr. Thomas de Maizière und Dr. Albrecht Buttolo. Seit 2009 ist Markus Ulbig sächsischer Staatsminister des Innern.

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