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Die sächsischen Innenminister im Überblick

Bernhard August von Lindenau

Bernhard August von Lindenau

Bernhard August von Lindenau
(© SMI)

  • 1831-1843 Vorsitzender Minister im Gesamtministerium
  • 1831-1834 Innenminister
  • Geb. 11. Juni 1779 in Altenburg (Thüringen) als Sohn des sächsischen Appellationsgerichtsrats und sachsen-altenburgischen Landschaftsdirektors Johann Georg von Lindenau und der Henriette Auguste von Pflugk
  • gest. 12. Mai 1854 ebd.
  • 1794 Studium der Rechte, der Mathematik und Astronomie in Leipzig
  • Promotion zum Dr. iur. in Jena
  • 1798 Assessor am Kammerkollegium in Jena
  • 1804 Ausscheiden aus dem Staatsdienst, Hinwendung zu astronomischen Arbeiten
  • Bis 1817 Tätigkeit in der Sternwarte auf dem Seeberg bei Gotha
  • seit 1808 als deren Direktor
  • 1813 Teilnahme am Feldzug gegen Napoleon als Adjutant Herzog Carl Augusts von Sachsen-Altenburg
  • 1818 Vizelandschaftsdirektor in Sachsen-Altenburg
  • Mitarbeit an der liberalen Verfassung unter Bereitschaft zum Verzicht auf adlige Standesrechte
  • 1820 Mitglied des Ministeriums von Sachsen-Gotha-Altenburg in Gotha
  • 1827 königlich sächsischer Gesandter beim Deutschen Bundestag
  • 1829 Direktor der Landes-Ökonomie-, Manufaktur- und Commerziendeputation und Mitglied des Geheimen Rates in Dresden
  • 1830 aufgrund seiner liberalen Einstellung Kabinettsminister anstelle des reaktionären Grafen Detlef von Einsiedel
  • nach den Unruhen unter der sächsischen Bevölkerung im Herbst 1830 maßgeblich prägende Mitarbeit an der sächsischen Verfassung von 1831
  • als Innenminister und Vorsitzender des Gesamtministeriums enscheidender Motor der Staatsreformen seit 1831
  • das Wirken Lindenau steht in Parallele zu der des Freiherrn vom Stein in Preußen
  • Auseinandersetzungen mit seinen konservativen Ministerkollegen, auf deren Seite sich der König stellte
  • 1833 teilweise Amtsentbindung
  • 1834 endgültiger Abschied aus dem Innenministerium, jedoch weiterhin Vorsitzender des Gesamtministerium verbunden mit der Aufsicht über die Strafanstalten, die Kunstakademie und die königlichen Sammlungen
  • 1843 Rücktritt und Rückkehr nach Altenburg, wo er 1832 bis 1848 Präsident der Ständeversammlung (Landschaftsdirektor) war
  • 1848 kurzzeitig als Angehöriger des linken Zentrums in die Frankfurter Paulskirchenversammlung gewählt
  • Seine private Kunstsammlung, die er zusammen mit einer weiteren Stiftung testamentarisch der Stadt Altenburg vermachte, wurde zum Grundstock des dortigen Lindenau-Museums

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